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Ferraris Ines-Maria
soprano

Sie studierte zuerst Klavierspiel bei Antonio Quartero in Turin und trat bereits 1894 öffentlich als Pianistin auf. Sie betätigte sich dann auch als Schauspielerin und als Konzertsängerin. ihr Debüt als Opernsängerin erfolgte 1908 in Bologna als Philine in 'Mignon' von A.Thomas. 1911 kam sie an die Mailänder Scala (Antrittsrolle: Carolina in 'Il matrinonio segreto' von Cimarosa). 1911 sang sie an der Scala in der Premiere des 'Rosenkavaliers' von Richard Strauss die Rolle der Sophie. Die gleiche Partie brachte sie 1914 an der Oper von Rom zum Vortrag. An der Scala hörte man sie auch 1913 als Colombina in 'Le donne curiose' von E.Wolf-Ferrari. Der große Dirigent Arturo Toscanini bewunderte ihre Stimme sehr und stellte sie in großen Aufgaben heraus. Am Teatro Colón Buenos Aires hörte man sie in der Premiere von E.Wolf-Ferraris 'Il segreto di Susanna', als Page Oscar in Verdis 'Ballo in maschera' und als Walter in 'La Wally' von Catalani. 1916 Gastspiel am Teatro Massimo Palermo als Traviata, 1920 als Gilda im 'Rigoletto' 1920-21 und 1924 am Teatro San Carlo Neapel anzutreffen. An der Mailänder Scala sang sie u.a. 1925 in 'Hänsel und Gretel' und 1927 im 'Rosenkavalier' von R.Strauss zusammen mit der spanischen Mezzosopranistin Conchita Supervia, mit der sie freundschaftlich verbunden war. Am 27.3.1917 wirkte sie an der Oper von Monte Carlo in der Uraufführung von Puccinis 'La Rondine' in der Partie der Lisetta mit. 1924 sang sie dort in der Uraufführung einer Neubearbeitung von Chabriers 'Une Éducation manquée'. Den Höhepunkt erreichte jedoch ihre Karriere mit ihren Auftritten an der Mailänder Scala, der sie als große Primadonna während zwanzig Jahren verbunden blieb. Zu ihren besonderen Glanzrollen gehörten die Violetta in 'La Traviata' und die Nannetta in Verdis 'Falstaff'. Nach ihrem Rücktritt von der Bühne im Jahre 1934 unterrichtete sie am Konservatorium von Venedig, dann am Konservatorium von Bologna und an der Accademia Chigiana von Siena; zuletzt als Pädagogin in Mailand tätig.\n Virtuose Koloraturstimme, durch den Nuancenreichtum ihres Vortrags ausgezeichnet; auf der Bühne wirkte sie durch ihre eminente Darstellungskunst wie durch die Anmut ihrer graziösen Erscheinung.\n Schallplatten: Columbia (u.a. Gilda in vollständigem 'Rigoletto' in akustischer Aufnahmetechnik), Odeon-Fonotipia (Duette mit Conchita Supervia), auch Aufnahmen auf Pathé und auf Parlophon.\n

 

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